Über Meditation

Was ist Meditation?

Unsere Gedankenwelt ist scheinbar ein kaum greifbarer Wirrwarr. Bilder, Gefühle, Erinnerungen, Gedanken und Fantasien bringen uns permanent abwechselnd in die Vergangenheit und in die Zukunft. Unser Verstand kreiert Geschichten, oft Dramen. Frustration und innere Unruhe, Angst und Traurigkeit, genauso wie Ekel, Wut und Freude sind Teil unseres Alltags. Sind wir in destruktiven Gedanken und Gefühlen gefangen, verlieren wir Energie.

Dies wiederholt sich in Endlosschleife: der Job, der Partner, die Kinder, der Streit mit der Freundin/dem Freund, die Eltern, die Gesundheit. Aufgrund unserer Erziehung, Bildung, Vererbungen und Traditionen analysieren, werten und urteilen wir aus automatisierten und konditionierten Gefühlen, Gedanken und Verhaltensweisen über uns selbst und über Umstände, Situationen und Personen in unserem Leben. Allein unser mind, unser Ego, ist das Gefängnis.

„Du bist die Welt und die Welt bist du.“ - Krishnamurti

Der Verstand ist wunderbar, wenn wir ihn als Werkzeug (working mind) nutzen. Aber hinderlich, wenn er Unruhe und Stress verursacht, der sich negativ auf unseren Körper und Geist auswirkt. Denn dieser „Affenzirkus“ (monkey mind) in unserem Kopf hält uns davon ab, wirklich da zu sein. Einfach zu sein. Im Hier und Jetzt. Präsent. Beobachtend, wahrnehmend.

Es gibt verschiedene Wege, um unseren Geist zu beruhigen und innere Stille und inneren Frieden wahrzunehmen. Wir können auf unterschiedlichen Ebenen erkennen und erfahren, wer und was wir über unseren Körper, unsere Gefühle und Gedanken hinaus sind. Eine Methode Meditation vorzubereiten ist zum Beispiel Reiki.

„Alle Techniken können hilfreich sein, auch wenn sie noch nicht die Meditation selbst sind. Sie sind Versuche, bei denen man zuerst einmal im Dunkeln tappt. Aber plötzlich wirst du eines Tages, während du gerade mit irgendetwas beschäftigt bist, zum Zeugen. [...] - und plötzlich bist du nicht mehr identifiziert mit dem, der es macht. Etwas in dir wird ganz still in den Hintergrund treten und zuschauen. An diesem Tag ereignet sich Meditation." – Osho

Wozu dient Meditation?

Vereinfacht gesagt schaltet Meditation die Kampf-oder-Flucht-Reaktion ab und stimuliert den Parasympathikus, also das entspannende Nervensystem des Körpers. Man ist nicht mehr im Überlebensmodus. Und so lindert Meditation auf der simpelsten Ebene Stress. Der Cortisolspiegel sinkt und der IgA-Wert steigt, der die Hauptverteidigung gegen Bakterien und Viren darstellt.

Wenn man meditiert, setzt die Hirnhangdrüse Oxytocin und Dopamin sowie Serotonin und Endorphine frei. Hormone also, die dazu führen, dass wir uns ruhig, entspannt und ausgeglichen fühlen. Und die darüber hinaus Heilprozesse im Körper unterstützen, weil sie die Immunreaktion erhöhen.

Durch Meditation können wir den Geist beruhigen und werfen die überschüssigen Gedanken ab. Dadurch erhalten wir zum einen Zugang zu unserer Intuition und Kreativität, die unser Fühlen, Denken und Handeln inspiriert und Lösungen für persönliche Herausforderungen zur Verfügung stellen kann. Zum anderen können wir tief in die Stille eintauchen.

Dann gibt es etwas, das nennt sich Transzendenz. Vom Lateinischen trans-cedere, d.h. „eine Grenze überschreiten“. Der meditative Zustand kann uns eine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit, eine Wachheit, Unterscheidungsfähigkeit und schließlich ein Bewusstsein eröffnen, in dem es keine Gedanken, keine Gefühle und keine Identifikation mehr gibt, so dass nur noch reines Bewusstsein übrigbleibt.

Wir treten in Verbindung mit unserer vitalen Lebensenergie und erinnern uns an unsere ursprüngliche Einheit mit universalem Bewusstsein. Das heißt der universalen Lebenskraft, der alles Lebendige entspringt und von der wir uns in der Regel als getrennt wahrnehmen. Wir fühlen uns wieder verbunden und entspannt. Vertieft sich diese Entspannung kommt es zu Augenblicken, in denen auch der Beobachter verschwindet. Hier ereignet sich die eigentliche Meditation.

Was ist Selbsterkenntnis?

Selbsterkenntnis meint das direkte, ungetrübte und konstante Gewahrsein und Wissen, dass nichts existiert außer der Essenz allen Seins. Das heißt dem absoluten Bewusstsein, mit dem jeder und alles bereits eins ist. In unmanifestierter Form ist es als Sein oder Gewahrsein erfahrbar und als manifestierte Form nimmt es die Gestalt des Universums an.

Jeder Mensch erlebt auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlicher Tiefe Einblicke von dem, was als "erwachen" zu diesem Gewahrsein bezeichnet wird. Dann geht es darum, zu unterscheiden zwischen diesen diversen Einblicken in unsere wahre Natur und dem kontinuierlichen Verankerungsprozess, der uns dahin führt und eines Tages darin hält, dauerhaft wissend als diese Präsenz zu verweilen.

Meditation führt potenziell für jeden Menschen zu Lebensfreude, Liebe, innerer Stärke, Vertrauen und Verbundenheit sowie zur Harmonisierung des Körper-Geist-Seele-Systems.

Erfahrungen in der Meditation können sein:

  • Erkenntnisprozesse, erweiterte Wahrnehmung
  • Revitalisierung und Stärkung auf körperlicher, emotionaler und mentaler Ebene
  • Arbeit mit inneren Wahrnehmungen (Bilder, Gefühle, Visionen)
  • Der Umgang mit Gefühlen
  • Umgang mit inneren Widerständen
  • Reinigung und Öffnung der Energiezentren (Chakren)
  • Aktivieren von Ressourcen
  • Integration vergessener Aspekte und Fragmente auf psychischer Ebene
  • Zufriedenheit und Freude, innere Ruhe und Glückseligkeit, Erfahrungen der Verbundenheit und Einheit

Was macht eine Meditation wirkungsvoll?

Meditation an sich ist weder eine Technik noch ein Training, sondern formlos. Ein Zustand der Gegenwärtigkeit und liebevollen Annahme dessen, was ist. In diesem erweiterten Bewusstseinszustand haben wir keine oder nur sehr wenige Gedanken. Dies ist immer ein Geschenk, das nicht mit unserem rationalen Verstand oder eisernem Willen herbeigeführt werden kann. Es geschieht einfach.

Es ist also nichts, was wir selbst tun. Vielmehr geht es darum, zu beobachten, wahrzunehmen und all das, was geschieht, zuzulassen. Gleichzeitig können wir die besten Voraussetzungen für Meditation schaffen, indem wir mit einer Haltung der Offenheit, Empfänglichkeit und Bewusstheit sitzen. Nach und nach kann ein immer tieferes Sich-öffnen möglich sein.

„Höre dauerhaft auf, an die Existenz des persönlichen Selbst zu glauben. Dann wird sich der Zauber von selbst lösen.“ – Sri Ramana Maharshi

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